Buchpräsentation: Das alte Tux as it was

Publikation DAS ALTE TUX | Edition Hubatschek

Buchpräsentation: Das alte Tux as it was

Das alte Tux as it was

Ein Bilder- und Lesebuch von Erika und Irmtraud Hubatschek

Einladung zur Buchpräsentation

am Mittwoch, den 4. Dezember 2019 um 20.30 Uhr im Tux-Center in Lanersbach

mit Vortrag, Musik und einem Umtrunk

sowie am Mittwoch, den 11. Dezember 2019 um 19.30 Uhr in der Tyrolia Innsbruck, Maria-Theresien-Straße 15

im Rahmen von BERGE LESEN mit Vortrag und Buchpräsentation sowie einem gemütlichen Umtrunk

346 ausgewählte Schwarzweiß-Fotografien von Landschaften, Höfen und Menschen aus den Vierziger- und Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts lassen den Betrachter tief eintauchen in das Tuxertal jener Zeit. Zahlreiche Kurztexte aus Zeitzeugeninterviews machen Lebens- und Arbeitsweisen in diesem damals noch entlegenen Alpental wieder lebendig.

Das Tuxer Tal, heute eine Hochburg des Tourismus in Tirol, hat sich ab der Mitte des 20. Jahrhunderts sehr stark verändert. Zwischen Hotels und Aufstiegshilfen sind Zeugen der Vergangenheit noch teilweise sichtbar – die wenigen, sehr klein wirkenden alten und wettergebräunten Holzhäuser stehen in lebhaftem Kontrast zur Architektur, die mit den benötigten Bettenkapazitäten gewachsen ist. Futterställe, Holzzäune und ein paar wenige Schindeldächer erinnern noch an die Tuxer Landschaft, so wie sie jahrhundertelang ausgesehen hatte.

Wenn ein Reisender des 19. Jahrhunderts noch vom „vielleicht unansehnlichsten aller Alpendörfchen“ sprach und dabei Hintertux meinte, so hat er doch die Offenheit der Tuxer den „Fremden“ gegenüber hervorgehoben: „Das Völkchen hat nichts anzubieten als Milch und Gerstenbrot (…), aber es hat eine recht innige, herzliche Freude an den Fremden, die durch ihre ärmlichen Hütten durchpilgern“ (L. Steub)

Die Wege „ins Tux“ waren bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts unausgebaut und somit „abenteuerlich“ – ein Grund mehr, dass sich vieles im Tal, was anderswo schon „moderner“ geworden war, bis etwa 1950 gehalten hatte. Im 19. Jahrhundert werden die Tuxer vom Tiroler Topographen J. J. Staffler als „genügsam, still und zufrieden am heimatlichen Herd“ bezeichnet, als „kalt gegen die Reize der gefährlichen Wanderungen in fremde Länder und gegen den Luxus der großen Städte.“ Wen wundert es dann noch, dass sich in diesem schwer zugänglichen Tal vieles aus vergangener Zeit bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts erhalten hat? So konnte Erika Hubatschek um diese Zeit noch diese Fotos machen, die uns heute so weit weg, fast wie aus einer anderen Welt, erscheinen!

Das Sichtbar-Machen jener Zeit vor Bettenburgen und Gletscherliften steht im Zentrum dieses Buches mit seinen 340 Schwarzweiß-Bildern, Kurztexten und Zitaten von ZeitzeugInnen. Warum haben in Tux Menschen den Pflug gezogen? Was haben Leinsamen und Leinen gemeinsam? Was ist ein Kraxentragerstecken oder ein Heubock? Auf manche dieser Fragen wird dieses Buch über das alte Tux Antwort geben. Aber weit weg jeglicher Nostalgie, die diese historischen Fotos in uns auslösen könnten, erzählt es von Leben und Arbeit der Bergbauern: von einem arbeitsreichen und oft harten Leben, durch das die Landschaft des Tuxertales mit ihrer Schönheit, wie wir sie heute so schätzen, erst entstehen konnte.

Inhalt: Mit ausschließlich historischen Schwarzweiß-Fotos des Archivs Erika Hubatschek wird ein Text-Bildband gestaltet, der Tux, so wie es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war, zeigt. Es handelt sich dabei um Fotos, die in ungestellter Weise Landschaft und Menschen des Tals abbilden. Kurztexte aus zahlreichen Interviews mit Tuxerinnen und Tuxern, die Irmtraud Hubatschek in den Jahren 2002 – 2019 geführt hat, lassen dieses „Alte Tux“ in Wort und Bild lebendig werden.

Umfang: 346 Fotos auf 280 Seiten zu den Themen Landschaft, Architektur, Menschen und Arbeit.

Das gesamte Buch ist zweisprachig (deutsch/englisch), die Zitate in Dialekt werden am Schluss des Buches auf Hochdeutsch gebracht.

Erika Hubatschek hatte es im Laufe ihrer volkskundlichen Feldforschungen im Jahr 1942 nach Tux „verschlagen“, sie fand eine temporäre Heimat am Löberhof in Juns, wo sie sich mit den Eltern und den sieben Töchtern des Hofes sehr anfreundete – der Kontakt ist über knapp 70 Jahre, bis zu ihrem Tod im Jahre 2010 aufrecht gewesen!

In keinem anderen Gebiet von Tirol oder Österreich hat Erika Hubatschek so viel fotografiert wie in den 40er-Jahren in Tux: rund 10 % ihres Gesamtarchivs mit über 14 000 Negativen sind Tuxer Motive.

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